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W&E 03-04/2016

In dieser Ausgabe lesen Sie:

* Flüchtlingskrise und EZ: Großer Sprung? Die jüngste Eskapade der deutschen ODA-Quote
Die Überraschung war groß, als das Entwicklungshilfe-Komitee (DAC) der OECD am 13. April die Quoten für die Öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) 2015 bekannt gab: in Deutschland 0,52% des Bruttonationaleinkommens (BNE) – ein Rekord, war doch in über 30 Jahren nie wieder die bisherige Höchstmarke von 0,47% (1982 und 1983) erreicht oder gar übertroffen worden. Vielmehr hatte es einen langen Abstieg hin zu 0,26% (1998 und 1999) gegeben, ehe langsam die 0,42% von 2014 erreicht wurden. Den „großen Sprung“ bewertet Ludger Reuke.

* Gegenwind für die neuen Entwicklungsziele: Cash für die Armen als Alternative?
Von 2000 bis 2015 konzentrierte man sich mit den Millennium-Entwicklungszielen (MDGs) auf die weltweite Armut und verbesserte die Zukunftsaussichten der Menschen in manchen der ärmsten Länder der Welt. Die neuen globalen Zielsetzungen - bekannt als nachhaltige Entwicklungsziele (SDG) - sollen auf diesem Fortschritt aufbauen. Doch diesmal ist man mit erheblichem Gegenwind konfrontiert, schreibt Ngaire Woods.

* Das Fremde als Befreiung: dadaAfrika
2016 ist das Dada-Jahr. Eine der erfolgreichsten Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts feiert ihre Geburt vor 100 Jahren im Cabaret Voltaire in Zürich. Es gibt Dadaglobe Recontructed, Dada Universal, Dada anders (alle in Zürich), Genese Dada im Arp-Museum in Rolandseck und Hanna Höch als Revolutionärin der Kunst in Mannheim. Die innovativste unter den Dada-Schauen ist jedoch dadaAfrika im Züricher Rietberg-Museum, die im Sommer in die Berlinische Galerie weiter zieht, berichtet Rainer Falk.

*
Benevolenter Verfechter von Entwicklung? Die kollektive Amnesie des Westens
Die Geschichte vom Westen als dem selbstlosen Vorkämpfer gegen die Armut funktioniert nur, wenn wir uns der kollektiven Amnesie hingeben. Wir sollten aufhören, uns als uneigennützige Vorreiter der Armen auszugeben. Vor allem die Jahrzehnte nach der Überwindung des Kolonialismus warten immer noch auf ihre Aufarbeitung. Sie waren nicht gerade eine ruhmreiche Epoche für die westliche Entwicklungspolitik, schreibt Jason Hickel.

*
Die Armut, die Weltwirtschaft und die MDGs: Ein kritischer Blick nach vorn
Ein neues Buch (s. Hinweis) setzt sich kritisch mit den UN-Millennium-Entwicklungszielen (MDGs) aus dem Jahr 2000 auseinander und verbindet dies mit einem Blick auf die neue Entwicklungsagenda, die inzwischen als Sustainable Development Goals (SDGs) bzw. Agenda 2030 den entwicklungspolitischen Diskurs bestimmt. Die Ergebnisse sind für all diejenigen von Interesse, die sich für die Überwindung der weltweiten Armut einsetzen, schreibt Reinhard Hermle.

*
Zur politischen Ökonomie des Biokapitalismus: Boom der internationalen Reproduktionsmärkte
Seit Apple und Facebook ihren Mitarbeiterinnen „social freezing“ anbieten, mobilisieren in den USA immer mehr Firmen, flankiert von der Pharmaindustrie, junge Frauen zu dem aufwendigen und teuren Verfahren. In Indien bieten mehr als 3000 Kliniken und noch mehr Vermittlungsagenturen Leihmutterschaft an. Fruchtbarkeitsmessen informieren über Reproduktionstechnologien und Methoden. Die Märkte für Eizellen, Sperma, Körperflüssigkeiten und Gewebe boomen. Christa Wichterich nähert sich dem Thema aus einer polit-ökonomischen Perspektive.

* Rubriken:
W&E-Infospiegel (mit Kurzinfos, Termin- und Lesehinweisen)

Die Hauptbeiträge sind einzeln teilweise auch online verfügbar (auf Überschriften klicken). Die Gesamtausgabe als PDF-Download für AbonnentInnen >>> hier.


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