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W&E 08-09/2013

In dieser Ausgabe lesen Sie:

* G20-Gipfel in Zeiten des Übergangs. Die unvollendete Mission eines Klubs
Das Logo des G20-Gipfels (s. Abb.), der am 5./6. September 2013 in St. Petersburg stattfand, war sichtlich von den Formen des russischen Konstruktivismus inspiriert. Doch während der Beitrag dieser Kunstrichtung zur Moderne herausragend war und ist, kann in Bezug auf den Beitrag des St.-Petersburg-Treffens zu einer neuen Global Governance eher das Gegenteil gesagt werden, schreibt Rainer Falk in einer zusammenfassenden Analyse.

* G20-Steuerstrategie und Entwicklungsländer: Mit zweierlei Maß?
Wenn wir das jüngste Statement der G20-Führer zur Steuertransparenz mit dem vergleichen, was diese vor gerademal zwei Jahren sagten, sieht die aktuelle Situation ermutigend aus. Doch wenn die Stimmen der Entwicklungsländer nicht gehört werden, besteht das Risiko, dass nur die reichen Länder von den neuen Regeln profitieren, schreibt Alex Prats.

*
G20-Gipfel in St. Petersburg: Finanzmarktregulierung ohne Überschwang
Finanzmarktregulierung war das Gründungsmoment der Gruppe der 20 (G20). Zum Gipfel am 5./6. September in St. Petersburg stellt sich die Frage, wie viel erreicht wurde. Während einige Reformen Fortschritte machen, haben andere noch gar nicht begonnen. Die russische Ratspräsidentschaft tut sich nicht hervor bei diesem Thema, obwohl es doch ein Hauptpunkt ihrer Agenda ist. Eine Übersicht von Markus Henn.

*
Transformation statt einfach Armutsminderung: Entkolonialisierung der MDGs
Die hohe Attraktivität der acht Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) oder zumindest der ersten sieben lag in ihrer nahezu universellen Akzeptanz. Dies mobilisierte sowohl national als auch international Ressourcen und Politik zur Verringerung der Armut, des Hungers, der Ungleichheit der Geschlechter, der Fehlernährung und der Krankheiten. Doch der MDG-Diskurs blendete zentrale Momente von Entwicklung aus, kritisiert Manuel Montes.

*
Die ILO als Akteur der Entwicklungspolitik. Strategien für eine soziale Global Governance
So wissenschaftlich nüchtern der Titel der Doktorarbeit von Markus Demele daherkommt, so praxisrelevant und inspirierend ist ihr Inhalt für entwicklungspolitisch Interessierte. Gerne wird die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in der entwicklungspolitischen Debatte als zahnloser Tiger bezeichnet. Demele schafft es, mit diesem Vorurteil gründlich aufzuräumen, schreibt Hildegard Hagemann.

Rubriken:

* W&E-Infospiegel (mit Kurzinformationen, Lese- und Terminhinweisen) und W&E-Update (politische Terminvorschau für das 4. Quartal 2013)

Die Hauptbeiträge sind einzeln z.T. auch online verfügbar (auf Überschriften klicken). Die Gesamtausgabe als PDF-Download für AbonnentInnen >>> hier.


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