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Vom Rettungsschirm zum Hilfemechanismus?

Die verfehlte Krisenpolitik in der Eurozone

Vorab im Web - Die Krise der Eurozone verschärft sich. Immer offener wird die Notwendigkeit einer Schuldenrestrukturierung Griechenlands debattiert. Portugal hat inzwischen als drittes Land der Eurozone Gelder aus dem sog. Rettungsschirm beantragt und muss dabei ein ähnliches Sparprogramm wie Griechenland und Irland hinnehmen, obgleich sich die Sparpolitik als ungeeignete Anti-Krisen-Politik erweist. Auch die Vorschläge für eine neue Governance der EU sowie der Eurozone sind darauf gerichtet, gescheiterte neoliberale Politikmuster zu verfestigen, analysiert Joachim Becker.

 

Weder in der Verschuldungssituation noch im Entwicklungsmuster der Vorkrisenzeit gleichen sich Griechenland, Irland und Portugal. Der irische Wachstumsboom war durch eine extreme Aufblähung einer kreditfinanzierten Immobilienblase getragen. Mit dem Zusammenfallen der Finanzblase brach die Hauptstütze des Wachstumsmodells weg. Der irische Bankensektor ist zu einem Großteil faktisch insolvent. Die privaten Verluste wurden verstaatlicht. Aus dem Musterschüler des Maastricht-Kriteriums der Staatsschuld wurde binnen kurzem ein Problemfall: Die Staatsschuld stieg zwischen 2007 und 2010 von 28,9% auf 104,9% des BIP an ...

... dieser Artikel erscheint in
W&E 05/Mai 2011 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:

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Lesen Sie in diesem Beitrag:

Unterschiedliche Krisendynamik
Krisenprogramme: One size fits all?
European Support Mechanism: Institutionalisierung der Sparpolitik
Es gibt Alternativen
Box: Kernelemente von Portugals EU/IWF-Programm und der Letter of Intent an den IWF im Wortlaut


Über den Autor

Dr. Joachim Becker ist a.o. Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien.





Mehr zum Thema:

>>> W&E-Dossier: Die Schuldenkrise in Europa (dieser Artikel mit sieben weiteren)

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