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W&E 03-04/2011

In dieser Ausgabe lesen Sie:

* Globale Umweltgovernance und Rio+20: Groß denken – klein beigeben?
Der Glaube an Reformen im UN-System ist wenig ausgeprägt. Doch 2012 in Rio de Janeiro, auf der „Konferenz der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung“, die unter dem Kürzel Rio+20 firmiert, soll es – neben der Weichenstellung für eine Grüne Ökonomie – einen neuen Schub für institutionelle Reformen im UN-Umweltbereich geben. Eine ministerielle Beratungsgruppe, die das UN-Umweltprogramm (UNEP) ins Leben gerufen hat, bereitet die Reformen vor. Den Diskussionsstand analysiert Barbara Unmüßig.

* UN-Report entkräftet gängige Vorurteile: Mit Bio gegen Welthunger
Biolandwirtschaft sei wirtschaftlich nicht tragfähig, ein Luxuszweig der Nahrungsmittelindustrie, nur durch Subventionierungen finanziell lohnenswert und erst recht nicht dazu geeignet, Menschen in globalem Ausmaß zu ernähren – so die gängigen Urteile. Das Gegenteil stellt nun ein neuer Report von Olivier De Schutter, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, fest: Ökologische Landwirtschaft kann die Lebensmittelproduktion – gerade in Entwicklungsländern – in fünf bis zehn Jahren verdoppeln und so einen bemerkenswerten Beitrag zur Lösung des Hungerproblems leisten. Von Sarah Hellmerichs.

* An den Grenzen des Global Compact: Unternehmen im Konflikt um globale Ressourcen
Web-Langfassung – Das Jahrbuch des „Global Compact“ wird in Deutschland von der Mediengruppe Macondo publiziert. Ihren Namen hat sie wohl bei dem großen Gabriel Garcia Marques entliehen. Irgendwo am Südrand der Karibik lässt er die Heldinnen und Helden seines magisch-realistischen Romans „Hundert Jahre Einsamkeit“ über ein Jahrhundert hinweg den fiktiven Ort Macondo zunächst gründen und schließlich miterleben, wie er verfällt. Von Elmar Altvater.

*
Multis und Menschenrechte: Ruggies neue Leitlinien im Fadenkreuz der NGOs
Am 7. März 2011 übergab der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Wirtschaft und Menschenrechte, der Harvard-Professor John Ruggie, seine abschließenden Empfehlungen über Menschenrechte und Unternehmen an den UN-Menschenrechtsrat. Dieser wird sich im Juni mit Ruggies Bericht befassen. Von Seiten der Nichtregierungsorganisationen hagelte es schon vorher herbe Kritik, berichtet Hartwig Hummel.

*
Bildungskrise und globale Bildungsziele 2011: Traurige Highlights
Vorab im Web – Allein im Jahr 2009 gab es 613 Angriffe auf afghanische Schulen, in Subsahara-Afrika verlassen jedes Jahr 10 Millionen Kinder die Schule ohne eine abgeschlossene Primarschulbildung, und nur 2% der humanitären Hilfeleistungen sind für den Bildungsbereich bestimmt. Das sind die traurigen „Highlights“ des soeben veröffentlichten Global Monitoring Reports 2011 mit dem Schwerpunkt „Die unbeachtete Krise: Bewaffneter Konflikt und Bildung“. Eine Zusammenfassung von Sarah Hellmerichs.

*
UNDP/UNCTAD: Blicke auf den Arabischen Frühling. Neoliberale Malaise und menschliche Unsicherheit
Vorab im Web – Für UN-Generalsekretär Ban Ki-moon setzen die Volksaufstände in Nordafrika und dem Nahen Osten tiefgreifende Reformen auf die Tagesordnung. Tatsächlich bricht sich in den gegenwärtigen Unruhen auch eine massive soziale Unzufriedenheit Bahn. Mit der Forderung nach politischem Wandel gehen lautstarke Rufe nach Linderung der Armut, mehr und besseren Jobs sowie sozialer Sicherheit, nach Zugang zu erschwinglichen Nahrungsmitteln und einer gerechteren Einkommensverteilung einher. Ein W&E-Feature.

Rubriken:

* W&E-Infospiegel (mit Kurzinformationen, Lese- und Terminhinweisen) und W&E-Update (politische Terminvorschau für das 2. Quartal 2011)

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