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W&E 10/2010

In dieser Ausgabe lesen Sie:

* Präludium für G20: Die Kollision der Ökonomien
Es gäbe beileibe genug unerledigte Aufgaben, derer sich die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) annehmen könnte, wenn sie vom 11.-13. November in Seoul/Südkorea zusammentrifft. Doch jetzt droht eine Kollision der Ökonomien– gespeist von einem Streit über Wechselkurse, globale Ungleichgewichte und die Eindämmung neuer spekulativer Blasen in den Schwellenländern, schreibt Rainer Falk.

* USA und China am Rande eines Handelskriegs? Neu-alte Obsession der US-Politik
Einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem neuen Handelsprotektionismus gingen Ende September die Vereinigten Staaten. Das Repräsentantenhaus verabschiedete ein Gesetz, das der Regierung die Anhebung von Zöllen auf Produkte aus Ländern gestattet, denen unterstellt wird, ihre Währungen „grundlegend manipuliert“ zu haben. Den Trend zu einem neuen Handelskrieg kommentiert Martin Khor.

* W&E-Lesetipp: Jean Feyders „Mordshunger“
Ein neues Buch zum Thema Hunger und Welternährung ist erschienen, geschrieben vom ständigen Vertreter Luxemburgs bei den Vereinten Nationen und der WTO in Genf, Jean Feyder. Ungewöhnlich genug, dass ein Diplomat selbst zur Feder greift, kommt das Buch alles andere als „diplomatisch“ daher, schreibt Michael Windfuhr.

* UNCTAD-Report zur Informationsökonomie 2010: Mit dem Handy die Armut bekämpfen?
Die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) sieht im Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) neue Chancen für die Armutsbekämpfung. Ihr jüngster Bericht zur Informationsökonomie (s. Hinweis) beschreibt, wie im Süden Mikrounternehmen aus dem Boden schießen, die den Boom der Mobiltelefon-Industrie anfeuern, aber auch den Armen neue Hoffnung bieten. Eine W&E-Zusammenfassung.

* Diskussionsanstöße für ein anderes Wirtschaften: Gemeinwohl-Ökonomie als Zukunftsmodell
Aktuelle Krisen wie Finanzblasen, Arbeitslosigkeit, Hunger, Umweltzerstörung oder Demokratieverfall sind auf eine gemeinsame Wurzel zurückzuführen, nämlich auf Gewinnstreben und Konkurrenz – die „fundamentale Anreizstruktur unseres gegenwärtigen Wirtschaftssystems“, so die Ausgangsthese von Christian Felber in seinem neuen Buch „Gemeinwohl-Ökonomie“ (s. Hinweis), mit dem sich Hans Holzinger befasst.

Rubriken:
* W&E-Infospiegel (mit Kurzinformationen, Lese- und Terminhinweisen)

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