Eine Entwicklungsagenda statt Sicherheitspolitik

EU-Migrationspolitik und Afrika

Vor einem Jahr verließ der 22 Jahre alte Patrick Douala, die größte Stadt Kameruns, um Fußballstar in Europa zu werden. Als talentierter Mittelfeldspieler und ehrgeiziger junger Mann war Patrick überzeugt, Europa würde ihm helfen, seine Träume zu realisieren. Doch als er in Agadez/Niger, ein Haupttransitpunkt für Migranten, die die zentrale Mittelmeerroute nehmen, erwies sich die Realität als schlimmer denn erwartet. Von Nassim Majidi und Herve Nicolle.


Patrick und zwei männliche Verwandte, die sich auch aus Douala aufmachten, wurden von organisierten Kriminellen angegriffen, ausgeraubt und gefangen gehalten. Schließlich endete ihre abenteuerliche Reise in Algerien, wo sie in ein lokales Polizeigefängnis kamen. Sie wurden im Rahmen eines von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) finanzierten Rückkehrprogramms nach Niger zurückgebracht. Patrick war verzweifelt. „Wir wissen nicht, was wir unseren Leuten in Douala erzählen sollen. Sie alle haben Geld für unsere Reise gespart, und wir alle sind gescheitert,“ erklärte er uns. Er ist einer von 350.000 meist westafrikanischen Migranten, die sich 2016 über Agadez auf den Weg nach Libyen oder Algerien machten. In Reaktion auf den Zufluss verhandelte die Europäische Union einen Vertrag mit Niger im Rahmen des Migration Partnership Framework, um “den Fluss irregulärer Migranten zu drosseln”. ...

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Über die Autoren:

Nassim Majidi ist Gründer und Kodirektor des Think Tanks Samuel Hall, Forscher am CERI von Sciences Po und am African Centre for Migration and Society an der Witwatersrand University in Südafrika. Hervé Nicolle ist Gründerin, Kodirektorin und Chefökonomin bei Samuel Hall.


In diesem Artikel lesen Sie:

Lösungen für den ‚Migrationsdruck‘
Migration als eine “Anomalie”
Migration als Norm
Was also ist die Alternative?



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