Das Millennium+5-Jahr 2005 und das G8-Jahr 2007 haben uns vor allem im Bereich der Reform der Global-Governance-Strukturen zahlreiche unvollendete Baustellen hinterlassen - von der Reform der UNO über die unabdingbare Neustrukturierung der internationalen Finanzinstitutionen bis hin zur globalen Gipfelarchitektur. Diese „Baustellen der Globalisierung“ wurden schon in einer W&E-Hintergrund-Serie bearbeitet. Darüber hinaus - und ab Januar 2007 in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung - bietet dieser W&E-Blog fortlaufend aktuelle Informationen und Möglichkeiten zur Diskussion.
Dieser Blog ist unser Beitrag zum Endspurt auf den G8-Gipfel in Heiligendamm. Regelmäßig - und je näher der Gipfel rückt, desto häufiger - erscheinen hier Kurzberichte und Zusammenfassungen von den Vorbereitungstreffen sowie Kommentare zum aktuellen Geschehen.
Manche Konzerne müssen von Zeit zu Zeit ihren Namen und ihr Image wechseln. Ein Dossier der Arcandor AG (früher: KarstadtQuelle) und der entwicklungspolitischen Zeitschrift welt-sichten schilderte in leuchtenden Farben die Sichtweise des Konzerns auf seine Politik der Sozialverantwortung (CSR). Das rosige Bild steht in schroffem Gegensatz zu den Erfahrungen der Kampagne für Saubere Kleidung.
Die Debatte darüber, wie viel - oder wie wenig - ein Wahlsieg Barack Obamas an der US-Außenpolitik ändern würde, konzentriert sich in der Regel auf den Nahen und Mittleren Osten. Nicht nur dort, auch im Verhältnis zu Afrika und Lateinamerika schwinden die Hoffnungen auf einen Neuanfang. W&E hat sich bei progressiven Think Tanks umgehört.
Seit kurzem müssen sich Beobachter an ein neues Akronym in den internationalen Klimaverhandlungen gewöhnen: Unter dem Stichwort "REDD" ("Reducing Emissions from Deforestation and Degradation") debattiert die internationale Staatengemeinschaft Wege, Klimaschutz und Waldschutz stärker als bislang miteinander zu verbinden.
Internationale Hilfe ist zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) notwendig. Doch die Hilfe einfach nur zu erhöhen, ist von begrenztem Wert, wenn diese nicht wirksam genutzt wird. Ein großer Teil der öffentlichen Entwicklungshilfe wird aufgrund der Praktiken der Geber nicht sinnvoll ausgegeben - nicht wegen der Korruption oder Inkompetenz der Empfänger.
Die jüngsten wirtschaftlichen, finanziellen und geopolitischen Ereignisse deuten es an: Der Niedergang des American Empire hat begonnen. Dem Zusammenbruch der Sowjetunion folgte eine kurze Phase, in der eine einzige Supermacht an die Stelle des bipolaren Gleichgewichts getreten war. Aber jetzt zeigt sich, dass die USA ihren unipolaren Moment verspielt haben.
Viele Linke glauben inzwischen, dass das Zeitalter Milton Friedmans sich dem Ende zuneigt. Ihre Hoffnung besteht darin, dass die derzeitige Finanzkrise die Kosten und Gefahren unzureichend regulierter Märkte demonstriert und so die Antiregulierungsphilosophie von Friedman und seinen Chicago-Boys diskreditiert hat. Doch die Wirklichkeit ist komplexer.